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Mit Geld können wir kaufen...

Ein Bett- aber keinen Schlaf
Bücher- aber keine Weisheit
Essen- aber keinen Appetit
Schmuck- aber keine Schönheit
Häuser- aber keine Gemeinschaft
Medizin- aber keine Gesundheit
Luxusartikel- aber keine Freude
Allerlei- aber kein Glück
Sex- aber keine Liebe
Sogar eine Kirche, aber niemals den Himmel
Quelle leider unbekannt.

 

Sophokles, geb. 497/496 vor Christus

Kein ärgerer Brauch erwuchs den Menschen als das Geld!
Es ächert ganze Staedte ein,
Es treibt die Männer wegen Haus und Hof,
Ja, es verführt auch unverdorbene Herzen,
sich schändlichen Geschäften hinzugeben,
Es weist den Sterblichen zur Schurkerei, Den Weg zu jeder gottvergessnen Tat.

Wertesystem

Wir Menschen haben uns eine Wertesystem erschaffen, was es von Natur aus nicht gibt. Wir geben den Dingen einen Wert um uns zu definieren und zu orientieren. Wie geht das Bewerten vor sich, und wie orientieren wir uns daran?

Abstraktes und bildhaftes Beispiel:

Auf einem Parkplatz steht ein Porsche neben einem alten VW Käfer. Den beiden Fahrzeugen ist das völlig egal, sie sind einfach. Jetzt kommt der Besitzer des Käfers zurück zu seinem Fahrzeug und sieht den Porsche, der vorher nicht da war. Neidvoll betrachtet er das größere und schnellere Auto und beginnt sich schlecht zu fühlen. Er klagt leise vor sich hin ... ach ... so ein schönes Auto kann ich mir nicht leisten ... die Frauen werden mich niemals so ansehen und begehren wie Ihn ... den Besitzer des Porsches. Ich bin nur ein armes Würstchen, so unattraktiv wie mein alter Käfer. Ich bin ein Versager.

Umgekehrte Situation:

Der Porsche Besitzer kommt zurück zum Fahrzeug und sieht den Käfer, der vorher nicht da war. Er lobt sich ... ich bin ein toller Kerl, so ein kleines Auto hatte ich auch mal, ich hab's zu etwas gebracht, ich bin erfolgreich, ich bin ein toller Typ.

Bitte entschuldigen Sie dieses einfache Beschreibung, sie dient nur zur Verdeutlichung der Situation als solche. Diese beiden Situationen beschreiben, wie wir materiellen Dingen einen Wert geben, und diesen auf uns selbst übertragen. Besitzen wir materielle Güter, welche im Allgemeinen von der Gesellschaft als WERTVOLL dargestellt werden, steigt unser Selbstwert parallel zu den Dingen. Verlieren wir Gegenstände, oder auch Menschen,
verlieren WIR an Wert?
Könnten wir uns davon lösen, alles und jedes bewerten zu wollen und müssen, gelangen wir zu der Einsicht, dass die Dinge einen Beschaffungswert haben, der aber nichts mit unserem Selbstwert zu tun hat. Das Streben nach Werten im Außen, macht uns nicht zufriedener im Inneren. Tote Dinge können unseren Selbstwert nicht erhöhen.

Licht und Liebe auf all ihren Wegen