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Hermann Hesse beschreibt das Loslassen so ... :

Man hatte vor tausend Dingen Angst, vor Schmerzen... vor dem eigenen Herzen, man hatte Angst vor dem Schlaf.

Angst vor dem Erwachen, vor dem Alleinsein... vor dem Tode namentlich vor ihm dem Tode.

Aber all das waren nur Masken und Verkleidungen.

In Wirklichkeit gab es nur eines, vor dem man Angst hatte: das Sich-fallen-Lassen, den Schritt in das Ungewisse hinaus, den kleinen Schritt hinweg.

Über all die Versicherungen, die es gab. Und wer sich einmal, ein einziges Mal hingegeben hatte, nur einmal das große Vertrauen geübt und sich dem Schicksal anvertraut hatte, der war befreit.

Er gehorchte nicht mehr den Erdgesetzen, er war in den Weltraum gefallen und schwang im Reigen der Gestirne mit .....

Loslassen

Unser Leben fühlt sich all zu oft schwer und kummervoll an, wenn wir uns nicht von dem befreien können, was uns belastet. Wir sind immer wieder aufgefordert Dinge, Situationen, Verhaltensweisen und auch Menschen los zulassen. Genau das fällt uns schwer, weil wir nicht wissen was danach kommt. Wenn wir loslassen entsteht scheinbar eine Lücke, und diese Lücke schmerzt uns.

Wir haben Angst das wir wichtige Menschen und auch materielle Dinge verlieren, wenn wir sie nicht festhalten. Kann die Mutter Ihre Kinder nicht los lassen, wird Sie sich Ihr Leben lang Sorgen machen, sich um Sie kümmern. Dabei bleibt Ihr eigenes Leben meist auf der Strecke. Die Kinder fühlen sich gegängelt und reißen sich oft mit aller Kraft los. Sie brechen den Kontakt bewusst ab, möchten selbst über Ihr Leben bestimmen.

Loslassen ohne fallen zu lassen, ist einen Beschreibung dessen, was gemeint ist. Können wir die Dinge oder auch Menschen aus unserem Leben gehen lassen, ohne uns daran zu klammern, kann unser Leben wieder freier und leichter werden.

Das was zu uns gehört, können wir nicht verlieren. Das sind unsere inneren Werte, dass, was uns ausmacht, uns als Individuum auszeichnet. Alles andere ist nur gemietet für die Zeit, die wir auf Erden wandeln. Wir können nichts mitnehmen. Wir sind nackt auf die Welt gekommen, und wir verlassen sie, nur mit einen Hemd ohne Taschen, wieder.
Mit dieser losgelassenen Einstellung verliert auch der Abschiet von dieser Welt sein Schrecken. Denn dann müssen wir loslassen...wir werden dazu gezwungen.

Wenn wir auf die Welt kommen, dann weinen wir und alle anderen drumherum lachen. Wenn wir ein erfülltes und liebevolles Leben gelebt haben, dann weinen die anderen, und wir können mit einem Lächeln im Gesicht gehen.

 

 

Licht und Liebe auf all ihren Wegen